Sapiens/Sapiens, 2000 ..., Syntopieplastik

 

Köln-Volkhoven, Simultanhalle, 09.2000-2004; Köln-Gremberghoven, Georg-Simon-Ohm-Berufskolleg, seit 2004.

Das Projekt startete in Form einer Raumcollage im Genfer Palais des Nations, anlässlich der UN-Menschenrechts-Kommissions-Tagung im März 2000. Anschließend bereitete der Künstler in den Uralwäldern 120 bis 150 Jahre alte Kiefernholzstämme vor, um aus ihnen im September ein Blockhaus in traditioneller Architektur, als Annex der Simultanhalle in Köln, zu errichten. Damit setzte er einen offenen, kontinuierlichen Prozess in Gang, den er als Syntopie*-Plastik bezeichnet. Diese setzt sich mit ursprünglichen Verbindungen zwischen Menschen und Kulturen auseinander. Wesentlich ist die Definition und Bildung eines Ortes, an dem verschiedene Orte zusammenkommen.

* Der Hirnforscher Prof. Dr. Ernst Pöppel definiert Syntopie wie folgt: Die Verbindung des räumlich und gedanklich Getrennten ist Voraussetzung für Kreativität, die aus der Verbindung von explizitem Wissen, implizitem Können und persönlichem Wissen erwächst. 

 

Publikationen:

Sacharow-Ross, Igor: sapiens/sapiens, Köln 2002.

Igor Sacharow-Ross. Abgebrochene Verbindung, hg. v. Dieter Buchhart/Hans-Peter Wipplinger (Ausst.-Kat. Passau, Museum Moderner Kunst Passau – Stiftung Wörlen, 22.10.-03.12.2006), Nürnberg 2006.

Schütz, Sabine: Udmurtische Utopie. Igor Sacharow-Ross und sein Blockhaus, in: Kölner Skizzen, Heft 1/2003, hg. v. Dietmar Schneider, Köln 2003, 18-19.

Raap, Jürgen: Igor Sacharow-Ross. Sapiens/Sapiens II, in: Kunstforum International, Bd. 153, 2001, 359-360.

Buchhart, Dieter: Igor Sacharow-Ross. Das Resultat ist tot, es lebe der Prozess. Ein Gespräch von Dieter Buchhart, in: Kunstforum International, Bd. 175, 2005, 242-253.

Igor Sacharow-Ross. Der Zaun, in: Tarnung : Enttarnung. Kunstprojekte der Bundesgartenschau Potsdam 2001, hg. v. Elmar Zorn/Kai Vöckler, Potsdam 2001.

Refugium, hg. v. Syntopie Labor (Ausst.-Kat. Moskau, Staatliches A. W. Schtschussew-Museum für Architektur, 20.06.-20.07.2003), Köln 2003.

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